Suchen

Natalija  

Natalija Marchenkova wurde am 11. Juli 1965 in Moskau geboren. Ihre Tante Nina, Musikpädagogin für talentierte Waisenkinder aus ganz Russland, erkannte ihr Talent und baute ihre Persönlichkeit auf. Bereits im Alter von 7 Jahren komponierte Natalija ihr erstes Werk für ihre Schwester. Nach dem Umzug nach Lemberg lernte sie in der Musikschule. Im zweiten Jahr gewann sie ihren ersten Kompositions-wettbewerb mit ihrer Sonatine für Klavier. 1980 begann ihr Studium an der musikpädagogischen Akademie, das sie mit dem „roten Diplom“ (spez. Auszeichnung für AbsolventInnen mit ausschliesslich besten Noten) abschloss.
Den Kopf voll Musik, so entschloss sie sich zur schwierigen Aufnahmeprüfung am Konservatorium für die Kompositionsfakultät. Den Kompositionswettbewerb für die gesamten Studenten gewann sie schon im ersten Jahr, mit ihrem Werk für einen Männerchor a capello mit Solisten. Mit dem Studium und der Teilnahme an verschiedenen Kompositions-wettbewerben fand sie ihren musikalischen Stil: Poetisch, neo-romantische Musik. Nach dem Abschluss wurde sie im Profi-Komponistenverband aufgenommen.

     1992 konnte sie ihr erstes Konzert mit ihren Werken in Ushgorod durchführen. Mit ihren neuen Werken organisierte sie bis zu ihrer Ausreise in die Schweiz 2002 jährlich ein Konzert in Lemberg oder Ushgorod. Mit der Integration in der Schweiz und dem Kennenlernen der schweizerischen Kultur und Bräuche wurden ihre Kompositionen erweitert, offener, farbenfroh und modern. In Brüssel wurde 2004 im Hotel Astoria im Rahmen eines Konzertes die CD des „brussels clarinet choir“ (Prof. H. Swimberghe) mit ihrem Werk präsentiert. 2005 absolvierte Natalija Marchenkova Frei die Sommerakademie für Komposition am Mozarteum in Salzburg mit Prof. R. Febel.

Im Schloss Wartegg in Rorschacherberg konnte sie im Herbst 2005 ihr erstes Schweizer-Konzert „Russische Abende am Bodensee“ durchführen: ergänzend zu ihrer Musik wurden russ. klassische Komponisten von ukrainischen und Schweizer Musikern gespielt. Dieses Festival führte sie jährlich bis 2008 mit verschiedenen Formationen durch, zuletzt im Forum (Regierungsgebäude) in St. Gallen durch.

Nach ihrer Einbürgerung gründete sie das neue Festival „Klassik trifft Tradition“. Bei der letzten Durchführung wurde ihr neues Werk „Funkensonntag/Masleniza“ uraufgeführt. Dieses Werk wurde vom Publikum mit grossem Applaus und viel Anerkennung aufgenommen. Als Natalija Marchenkova Frei im Herbst 2010 Ushgorod wieder besuchte, wurde ein grosses Gala Konzert, übertragen vom Fernsehen, mit Unterstützung der Landesregierung organisiert. Als Schlussbouquet wurde dieses Werk vom Publikum und von der Kommentatorin mit grosser Anerkennung aufgenommen.

Neben ihrer Tätigkeit als Komponistin arbeite Natalija Marchenkova Frei als Musikpädagogin. Bereits während ihrem Studium am Konservatorium hatte sie eine Teilzeit Anstellung als Musiklehrerin an der Musikakademie und wurde bald Konzertmeisterin. In Ushgorod wurde sie im Musikcenter als Musikpädagogin für Komposition für klassische, moderne und traditionelle Musik angestellt, zusätzlich wurde sie Leiterin des Showtheaters. Ab 2000 wurde sie gleichzeitig auch in der Landes Musikschule als Musikpädagogin für „Wunderkinder“ angestellt.

Heute führt sie ihre „Kreative Musikschule DAR“ in St. Gallen. Sie unterrichtet mit ihrem eigenen Unterrichtssystem. Jährliche Musikschulkonzerte belegen den Erfolg ihres Systems.